SensAI Multimodal-Datensatz: Trainings- und Validierungsdaten für kognitive Ablenkung und kontextadaptives Driver Monitoring
Das Problem: Wer heute ein Driver-Monitoring-System entwickelt, das über visuelle Ablenkung und Müdigkeit hinausgeht und auch kognitive Ablenkung erkennen soll, steht vor einer einfachen Hürde: Es gibt praktisch keine öffentlich verfügbaren, wissenschaftlich sauber annotierten multimodalen Datensätze in ausreichendem Umfang. Eigene Datenerhebung mit Versuchsfahrzeugen, Ethikvotum, Referenzmesstechnik und einer belastbaren Zahl an Proband:innen kostet leicht ein bis zwei Jahre – bevor überhaupt mit dem eigentlichen Modelltraining begonnen werden kann.
Das Angebot: Aus dem Fraunhofer-Forschungsprojekt SensAI entsteht ein multimodaler Datensatz mit mindestens 100 Stunden Fahrt und über 100 Proband:innen, aufgeteilt in abgelenktes und nicht abgelenktes Fahren, erhoben in zwei instrumentierten Versuchsfahrzeugen und im Fahrsimulator. Erfasst werden:
- Video (Innenraumkamera: Blick, Kopfpose, Körperhaltung, Aktivitäten)
- Kontaktlos abgeleitete Vitalparameter (Herzrate, Atemfrequenz)
- Audio (Umgebungsgeräusche, Sprache, akustische Ereignisse)
- Fahrzeug- und CAN-Bus-Daten (Kontext, Systemwarnungen)
- Ground Truth aus Referenzmessgeräten und Aufgabeninstruktion
Die Szenarien sind mit einem Beirat aus EuroNCAP, BMW AG und der University of Leeds abgestimmt und orientieren sich an tatsächlich unfallträchtigen Situationen.
So funktioniert der Zugang:
- Ein annotiertes Teilset wird als wissenschaftliche Publikation kostenlos für Forschungszwecke veröffentlicht.
- Der vollständige Trainings- und Validierungsdatensatz kann von Unternehmen unter Lizenz erworben werden – für eigenes Modelltraining, Feinabstimmung bestehender Foundation-Modelle oder interne Absicherung.
Für wen geeignet:
- OEMs und Tier-1-Zulieferer, die kognitive Ablenkung oder kontextsensitives Driver Monitoring in eigene Systeme integrieren wollen
- Forschungseinrichtungen, die an Fahrerzustandserkennung arbeiten
- Prüf- und Zertifizierungsorganisationen, die Testverfahren für kognitive Ablenkung entwickeln
Warum jetzt: Regulatorisch zieht der Bedarf klar an – EU-GSR2 macht kamerabasierte Ablenkungswarnung für Neuzulassungen verpflichtend, EuroNCAP hat die Erkennung kognitiver Ablenkung als Ziel formuliert. Wer jetzt mit einem geeigneten Datensatz startet, hat einen deutlichen Zeitvorsprung, wenn entsprechende Anforderungen verbindlich werden.
Kontakt: Sprechen Sie uns an, um Umfang, Lizenzmodell und Verfügbarkeit für Ihr Vorhaben zu besprechen.
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Dieses Angebot wird hauptverantwortlich bereitgestellt durch:
Fraunhofer IOSB
Fraunhoferstr. 1
DE-76131 Karlsruhe
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